Saumaise

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Saumaise

Saumaise? Meist ein unverständlicher Gesichtsausdruck des Gegenübers – die Wachauer werden doch nicht… Keine Angst, die Saumaise hat mit Meisen überhaupt nichts zu tun. So ist es bereits nicht nur einmal zu einem Missverständnis gekommen.

Für viele ist dieses Gericht untrennbar mit der Kindheit verbunden, da unsere Großmütter uns mit diesen Leckerbissen verwöhnt haben. Bei der Saumaise handelt es sich um eine gepökelte, faschierte zu kleinen „Knödeln“ geformte, im Schweinsnetz geräucherte und anschließend gekochte Köstlichkeit aus Schweinefleisch. Zubereiten kann man die Saumaise auf verschiedene Arten: kochen, braten oder im gekochten Zustand kalt essen.

Saumaise stammt aus dem Waldviertel

Die Saumaise stammt aus dem Waldviertel und da es sich bei der Wachau um „die Riviera des Waldviertels“ handelt, ist es mehr als naheliegend, dass man diese Spezialität hier nicht nur beim Fleischhauer, sondern auch in der Gasthöfen und Restaurants bekommt. Als Beilage bietet sich Kraut ob als warmen Krautsalat oder als Sauerkraut förmlich an. Um den ganzen noch mehr „Wachauer Anstrich“ zu geben, kann man natürlich mit Rieslingkraut punkten. Geröstete Erdäpfeln oder eine Scheibe frisches Bauernbrot passen ganz hervorragend zur Saumaise. Senf und Kren, auch süßer Senf, werden oft dazu gegessen. Besondere Liebhaber guter Hausmannskost oder eben einfach Spezialisten, lassen sich mit karamelierten Krautfleckerln zu den Saumaisen verwöhnen.

Beim Heurigen ist die Saumaise, kalt genossen, mit einem frischen Wachauer Laberl (Original von der Bäckerei Schmidl in Dürnstein), eine beliebte Jause. Meist ist sie auch Bestandteil bei der Hauerjause oder Brettljause.

Viele unsere Gäste nehmen sich die Saumaisen mit nach Hause, um ein Stückerl Wachau auch manchmal zwischen die Zähne zu bekommen. Diese würzige Wachauer Spezialität kann es bei langer Lagerung in der Selchkammer durchaus mit einer Salami aufnehmen. Die meisten Fleischer in der Wachau folieren Ihnen die Saumaisen, damit Sie sie unbeschadet nach Hause mitnehmen können bzw. auch noch länger gelagert werden können.

Unser Saumaisen-Rezept Vorschlag

Dieses Rezept stammt von Inge Krenn aus dem Kochbuch „Waldviertler Küche“ aus dem Hubert Krenn Verlag

Zutaten: ca. 600 g faschiertes Schweinefleisch (mager und fett), Schweinsnetz, etwas Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel, 1-2 Knoblauchzehen. 

  • Das faschierte Fleisch würzen, gut durchkneten und aus dieser Masse Kugeln formen.
  • Das Schweinsnetz in Vierecke schneiden und die Fleischkugeln damit umhüllen.
  • Gut ballen, mit Spagat kreuzweise einbinden, eine Schlaufe zum Aufhängen lassen und selchen.
  • In siedendem Wasser weich kochen und mit Sauerkraut und Kartoffeln servieren. 

Variante:
Mancherorts werden die „Saumoasn“ nach dem Selchen im Rohr oder in der Pfanne gebraten und mit Waldviertler Knödeln serviert. Auch ist es möglich, sie nach dem Zubereiten gleich zu braten, ohne sie vorher zu selchen.

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2 Comments

  1. […] Zu Hause haben wir uns dann die Durststrecke bis zum nächsten Urlaub verkürzt: Wachauer Saumaise fein aufgeschnitten und ein Glas frischen Grünen […]

  2. Dr. Suitbert Hoffmann, Eggstätt 22. Februar 2013 at 12:47

    Meine ersten “Saumaisen”, “Saumoasn” habe ich jüngst auf dem Salzburger Schrannenmarkt probiert. Wahrhaftig eine besondere Köstlichkeit, in diesem Fall hergestellt von der Firma Sieberer aus Pfaffstätt im Innviertel. Es entspann sich ein lehrreiches Gespräch mit einer der offenkundig sehr sachkundigen Verkäuferinnen, die mir gleich passende Rezepte vorzuschlagen wussten. Gleichzeitig erfuhr ich mehr zu Leber- und Kaspressknödeln, Kasbratkrapferln und zur Fisch- oder Heringsbutter (zu frischem Brot oder Pelllkartoffeln). So wurde der kalte Wintervormittag herzhaft angewärmt.

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